Warum (Unternehmens-) Netzwerke für mein Unternehmen so wichtig sind

Geschrieben von Sebastian Prohaska am in News

Ich bin nun seit 5 Jahren Unternehmer und behaupte, ich nutze das Potenzial von Unternehmens-Netzwerken noch immer nicht ganz aus.

Verstehe mich hier bitte nicht falsch. Mit dem Netzwerken meine ich nicht, auf zahllosen Xing-Events anwesend zu sein. Ich meine den Aufbau von echten und tiefen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Dank meines Online- und Offline-Netzwerks bin ich heute so erfolgreich, wie ich bin. Ich habe mittlerweile vier Mitarbeiter und einen tollen Kundenstamm gewinnen können. Etwa 50 % unserer Aufträge generieren wir über Empfehlungsmarketing. Das ganze Potenzial des Empfehlungsnetzwerks schöpfen wir aber noch lange nicht aus.

Woran denkst du, wenn du an Netzwerken denkst?

Ich besuche eine Veranstaltung und hoffe, dass ich einen neuen Kunden bekomme?

Ich finde, dieser Gedanke ist zu kurzfristig gefasst. Aber ich verstehe den Drucker, dem man als Unternehmer ausgesetzt ist. Am Ende des Tages müssen die Rechnungen bezahlt werden.

Warum ich an Beziehungskonten glaube und du dies ab sofort auch tun solltest!

Vielleicht hast du das Prinzip schon einmal gehört. Stell dir vor, an jeder Beziehung mit einer Person hängt auch immer ein Bankkonto dran. Auf dieses Bankkonto kannst du einzahlen oder du kannst von diesem abheben. Du kannst natürlich auch ins Minus gehen.

Um Geld auf dieses Beziehungskonto einzuzahlen, musst du etwas für diese Person tun. Das können kleinere wie auch große Gefallen sein. Hier ein paar kleine und große Beispiele:

  • Auf Facebook befreundet sein
  • Persönliches Lob aussprechen
  • Gemeinsam Mittagessen gehen
  • Einen Kunden weiterempfehlen
  • Wenn Hilfe benötigt wird, selbstlos helfen

Je emotional wichtiger eine Sache für dein Gegenüber ist, desto höher ist der virtuell eingezahlte Geldbetrag.

Man kann aber auch „Geld“ von diesem Beziehungskonto abheben oder besser gesagt verspekulieren:

  • Man ist unzuverlässig
  • Man hört nicht zu
  • Man ist unhöflich
  • Wenn du eine Neukundenempfehlung bekommst
  • Wenn du als Kooperationspartner ins Boot geholt wirst

Beziehungskonto in einem Beispiel – Die Geschichte von Sebastian und Markus

Sebastian und Markus haben eine zwischenmenschliche Beziehung. Klingt ein wenig wie ein sehr schlechter Start eines Romans. Keine Angst es wird besser.

Sebastian empfiehlt Markus einen Kunden weiter.

Sebastian zahlt somit auf das Beziehungskonto bei Markus „Geld“ ein.

Wenn Sebastian das macht, um früher oder später auch einmal eine Empfehlung zu bekommen, dann ist Markus im Beziehungskonto von Sebastian im Minus. (Wenn davor kein „Geld“ darauf gewesen wäre)

Würde Sebastian es aber als Investition in die Beziehung sehen und sich nichts zurück erwarten, sieht die Situation schon anders aus. Dann gibt es nämlich keine Abhebung auf dem Beziehungskonto von Sebastian.

Beziehungsmanagement funktioniert dann wirklich richtig, wenn man für sein Engagement keine Gegenleistung erwartet.

Es kann nämlich sein, dass Markus mir nicht direkt weiterhelfen kann. Sollte ich deswegen Empfehlungen an Markus einstellen? Hier ein Beispiel aus einem anderen Netzwerk:

Ernst – Installateur

Karin – Versicherungsmaklerin

Marianne – Küchenstudio

  • Karin beauftragt Ernst regelmäßig bei Versicherungsschäden.
  • Marianne hat regelmäßig Empfehlungen für die Karin.
  • Ernst hat regelmäßig Aufträge für Marianne.

Diese können sich sehr gut gegenseitig unterstützen. Obwohl…

  • Marianne hat eine bestehende Kooperation mit einem Installateur und kann Ernst somit nicht empfehlen.
  • Karin bekommt kaum Aufträge von Ernst
  • Marianne bekommt kaum Aufträge von Karin

Was aber natürlich beim Empfehlungsmarketing wichtig ist:

Wenn du Teil einer Gruppe bist und dich dort einbringst, dann musst du auch irgendwann etwas dafür zurückbekommen. Aber lies den ersten Teil dieses Satzes noch einmal durch

„Wenn du Teil einer Gruppe bist und dich dort einbringst,….“

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, je mehr du dich einbringst, desto mehr wirst du früher oder später davon profitieren.

 

Ich finde es super, ein Teil der IT-Alliance zu sein und freue mich bereits, mich einbringen zu dürfen.

Sebastian Prohaska

Euer Sebastian von ithelps.at

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